Karikaturenstreit & Irankonflikt: Die Toleranten betreiben Feindbildpflege für ihren nächsten Krieg gegen die "Achse des Bösen"
Datum: Donnerstag, 16.02.06, 19.00 Uhr
Ort: Bürgerhaus Weserterrassen, Osterdeich 70 b, Bremen
Die Redakteure einer dänischen Zeitung sind es endgültig leid. Niemand im Land sagt einmal frei heraus, wie er über die Ausländermuslime wirklich denkt. Dem Fremdkörper in den eigenen Reihen wird die Kraft einer inneren Zensur nachgesagt, die aus senkrechten Dänen krumme Duckmäuser gemacht hat. Ein Karikaturenwettbewerb wird ausgelobt. Auftrag: Mohammed malen. Das ist für sich schon schweres Geschütz für muslimische Gläubige. Sie halten jede bildliche Darstellung ihres Propheten für Blasphemie. Die eingereichten Karikaturen setzen aber noch eins drauf. Mohammed trägt z.B. einen Hut mit Bombe, so dass auch der trübsinnigste Däne von schallendem Gelächter heimgesucht wird. Er erkennt einfach das Feindbild wieder, das schon länger im Umlauf ist: Der Islam gilt als Nährboden von Gewalt und Terrorismus, der weltweit federführend durch die USA bekämpft wird. Soweit zum Verhältnis von Karikatur und Humor.